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Krebs bis Jungfrau

LebensKünstler im Tierkreis

WIDDER 21. März - 20. April

„Nichts widersteht, Berge fallen und Meere weichen vor einer Persönlichkeit, die handelt.“

Emile Zola, Widder

 

Frühlingsanfang – der Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Mit der wiederkehrenden Kraft der Sonne beginnt derTierkreis im Zeichen Widder.

In Aufbruchsstimmung, den Blick nach vorne gerichtet, wird das Handeln zum Hauptmotiv. Als Bewegungsrichtungen kommen nur vorwärts und aufwärts infrage. Die im Widder-Prinzip angelegte potenzielle Energie, steht bei Entfaltung des freien Willens, zur vollen Verfügung. Der Impuls zur Aktivität hingegen kommt von außen. Die Umwelt ist Auslöser für den widderhaften Einsatz. Was sich an Gelegenheiten bietet, was, wenn auch noch verdeckt, eine Chance zur Realisierung beinhaltet, reizt den Widder. Gibt es eine Idee, ist es der Widder, der mit der Umsetzung beginnt und die Dinge ins Rollen bringt.

Bei langfristigen Projekten, wenn Geduld und Detailarbeit erforderlich sind, erlahmt die Energie und das Durchhalten fällt schwer. Eine konkrete Zielsetzung ist deshalb wichtig.

An Mut und Vitalität mangelt es nicht. Herausforderungen, Wettkampf und Konkurrenz heizen die Energie ebenso an, wie Widerstände. Der vorhandene Lebensoptimismus bewahrt weitgehend vor großen Enttäuschungen, denn im Widder-Prinzip gibt es für alles eine Lösung. Die freischaffende und unternehmerische Tätigkeit liegt dem Widder am nächsten. Es besteht eine Abneigung gegen fremde Ansprüche. Entsprechend werden Entschlüsse im Alleingang gefasst.

Im künstlerischen Schaffen stehen Spontaneität und Improvisation im Vordergrund. Erfindungstalent wird durch die Praxis angeregt. Im darstellenden Bereich findet man den Solisten mit einer Vorliebe für das künstlerische Drama.

Im Tänzerischen zeigt sich die körperliche Vitalität in Schnelligkeit, mit knappem und klarem Ausdruck.

Gemälde, die dem Widder-Prinzip entsprechen, kennzeichnen sich durch spannungsreiche Bild-kompositionen. Die Plastizität tritt, zugunsten des gezeigten Energiezustandes zurück.

Im Widder-Prinzip ist es möglich, unabhängig von Konsequenzen, Verborgenes aufzudecken, neue Entwicklungsmöglichkeiten zu finden und mutig zukunftsweisende Wege zu gehen.

 

 

STIER 21. April - 20. Mai

„Wer bei Geschäften den Becher hebt, hebt auch den Preis.“ Honore de Balzac, Stier

 

Beständigkeit, Sicherheit und Zugehörigkeit sind wesentliche Anteile des Stier-Prinzips. Anders als noch im Zeichen Widder, der lieber als Einzelgänger unterwegs ist, finden sich im Stier der Gemeinschaftssinn und das Gemeinschaftsleben. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe zeigt, wer zu uns und wer zu den anderen gehört.

Ein stabiler Lebens- und Arbeitskreis sind Voraussetzung für das beharrliche und geduldige Vorwärtsgehen. Der Fokus liegt auf dem Erreichen praktischer Ziele. Veränderungen, Unerwartetes, neue Methoden beunruhigen den Stier. Folglichwird Neues gut durchdacht und reift langsam, um sich entfalten zu können. Da das Verwurzeln in der Realität und die Suche nach Dauerhaftigkeit im Vordergrund stehen, wird bereits erreichtes abgesichert. Das Umgehen mit Geld fällt im Stier-Prinzip leicht. Für eine Leistung wird ein echter Gegenwert erwartet. Menschen mit dieser Betonung erhalten ihn auch.

Das Sicherheitsbedürfnis und die daraus folgende vorsorgende Haltung ist ausgeprägt. Außerordentlich wichtig ist es daher, neben einem 'gepolsterten' Konto, auch einen gut gefüllten Kühlschrank zu haben.

Als 'Langstreckenläufer' besteht die Eignung dazu, Projekte auszuführen, zu organisieren und bereits vorhandeneStrukturen zu stabilisieren. Die Vorgehensweise ist realistisch, gründlich, empirisch und systemorientiert. Hier findet man die Produzenten. Bei den darstellenden Künsten ist es die starke Stimme, die auffällt. Gesang und Schauspiel gehören zum Stier-Prinzip. Das bildnerische Talent zeigt sich im Gefühl für Raum, Farben und Formen. Gemälde zeigen das Objekt in Ruhe, flächig angelegt und mit starken Konturen.

Andere Entsprechungen sind die Kunsthistorik, das Kunstgewerbe, die Innenausstattung und die Mode.

Im Stier-Prinzip sind wir mit unseren Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten verbunden. Es ist die Bedächtigkeitdes Voranschreitens, die Liebe zur Schönheit, die Freude am Genuss und die tragende Verbundenheit mit derGemeinschaft, die Kraft gibt und zu dem Bedürfnis nach dem verwurzelt sein beiträgt.

ZWILLINGE 21. Mai - 21. Juni

„Der Verstand irrt, das Gefühl nie.“ Robert Schumann, Zwillinge

 

Der Zwillinge betonte Mensch ist immer gewillt neue Eindrücke aufzunehmen. Wo der Stier noch ab- und ausgrenzt, umdas Revier abzustecken, findet sich im Zwillinge-Prinzip die Offenheit wieder. Das Interesse an allem und jedem steht im Vordergrund. Mit Leichtigkeit und Unbekümmertheit ist ein Mensch, mit der Betonung dieses Zeichens, unterwegs. Erkennt keine festen Ziele und was er entdeckt wird nicht bewertet. Das begreifen Wollen der Welt durch Tatsachen steht im Vordergrund. Dieses Verstehen gibt Sicherheit. Der innere Zusammenhang ist zunächst einmal nicht wichtig. Das besondere Merkmal des Zwillings ist der Intellekt. Eindrücke werden benannt und Berichte katalogisiert.

Gesammelte Informationen jeglicher Art werden gerne ausgetauscht und weiter getragen. Wissen gibt Sicherheit.

Die denkerische Vielseitigkeit führt allerdings auch zum Relativieren. Gezweifelt wird, um zu zweifeln. Die daraus resultierende Schwachstelle ist die Unfähigkeit, etwas Verbindliches und Tragendes zu finden, das die Distanz zu sich selbst und zur Außenwelt überwinden kann.

Die Kommunikations- und Kontaktfreudigkeit ist groß, aber eher spielerisch und unverbindlich.

Neutralität ist ein wesentlicher Anteil des Zwillings. Die Hauptaufgabe jedoch besteht darin, sich auch emotional ergreifen zu lassen.

Im künstlerischen Bereich zeigt sich die Vorliebe des Zwillinge-Prinzip für die Sprache, für das Literarische. In der Musikfindet man den Virtuosen, mit entsprechender Fingerfertigkeit. Tänzer zeichnen sich durch körperliche Agilität, Schnelligkeit und eine artistische Art der Bewegung aus. Die Vitalität ist dabei etwas unbeständig. In der bildenden Kunst steht das Grafische im Vordergrund.

Das Zwillinge-Prinzip hilft uns, durch die Erschließung und Kennzeichnung der Umwelt, Orientierung zu finden.

KREBS 22. Juni - 22.Juli

„Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.“

Ernest Hemingway, Krebs

 

Ideen und Bilder, die aus der Seele kommen, sind die kreative Kraft des Krebszeichens. Im besten Fall wird das Leben aus der eigenen Empfindungswelt heraus gestaltet. Pure Informationen, wie sie noch im Zeichen Zwillinge vonBedeutung waren, sind für Krebs betonte Menschen unwichtig. Sie suchen Erlebnisse und Ereignisse, die sie berühren und die für sie seelisch beeindruckend sind. Alltagsprobleme stoßen entweder auf Desinteresse oder erzeugen Unsicherheit. Falls jemand auf die Idee kommen sollte, ihnen praktische Lösungen für Nebensächliches anzubieten, muss mit Widerstand gerechnet werden.

Durch die hohe Empfindsamkeit, Beeinflussbarkeit und Gefühlsbetonung ist ein Rückzugsort für die Regeneration notwendig. Das Sicherheitsgefühl entsteht durch seelische Geborgenheit und erleichtert es, wieder in die Gegenwart, in die Aktivität und ins Handeln zu kommen.

Krebs betonte Menschen sind reichlich mit Talenten ausgestattet.

Musikalität, natürliche Bewegungsbegabung, Fantasie und Formenreichtum können zu den Gaben zählen.

In künstlerischen Bereichen gilt das Interesse dem Wesentlichen, nicht dem Oberflächlichen. Die Unabhängigkeit von Klischees und Zeitströmungen resultiert aus dem guten Zugang zur 'Quelle', dem Unterbewusstsein. Immer ist eine innere Beteiligung am Thema Voraussetzung für das künstlerische Schaffen. In diesem Prinzip fühlt sich der Romantikerund Träumer zu Hause.

Sowohl die erschaffenden als auch die darstellenden Künste bieten dem Krebs Heimat, für den seelischen Ausdruck und dessen Gestaltung, für sein Grundprinzip – die Empfindung.

Dieses Prinzip steht für seelische Durchlässigkeit, seelische Eigenständigkeit und einer Echtheit des Ausdrucks, wie man sie bei Krebs betonten Menschen erleben kann.

 

 

LÖWE 23. Juli - 22. August

„Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, dann wäre sie heute noch nicht fertig.“ George Bernard Shaw, Löwe

 

Leben und leben lassen ist die Devise im Sonnenzeichen Löwe. Hier stehen das Kraftbewusstsein und die Lebensbejahung am Zenit. Das Geschehen des Augenblicks ist der Antrieb für die Handlungsfähigkeit. Resonanz ist der Boden, auf dem die Ausstrahlung zur Wirkung kommt und sich die sonnige und großzügige Stimmung ausbreiten kann.

Entsteht kein Mitschwingen oder gibt es keine Menschen, in denen Verwandtes anklingt, kann nichts von der vorhandenen Substanz und den Überschüssen abgegeben werden. Wer eine Betonung in diesem Zeichen hat, kann sich nur schwer einem, für alle gedachten Plan unterordnen. Zu viel Druck in diese Richtung erzeugt Widerstand und lässt die 'Krallen' zum Vorschein kommen.

Das Eintreten für die eigenen Überzeugungen und für das, was der Mensch glaubt, sich selbst schuldig zu sein, ist in diesem Zeichen maßgeblich. Individualität steht immer über dem System.

Löwe-betonte Menschen werden im künstlerischen Bereich versuchen, Erlebniswelten zu erschaffen und zu gestalten. Möglichkeiten im Theater sind das Schauspiel, die Regie und die Bühnenausstattung. Auch das Entertainment ist eine Vorliebe und kann sich in Shows, in einer Revue oder im Kabarett zeigen. Im Tanz zeigt sich die Dynamik, Vitalität und Lebensfreude. Aus der Vorliebe heraus für das Spielerische liegt die Improvisation nahe.

In der Malerei kann sich das Expressive und Unmittelbare der Lebensprozesse in Farben, Formen und im Thema zeigen. Unabhängig vom Genre geht es in diesem Prinzip immer um das Erschaffen der eigenen Erlebniswelt und um den individuellen Ausdruck. Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis sind hier die Schlüsselworte, auch innerhalb der Kunst.

Wir können durch dieses Prinzip lernen, was es heißt, selbstbewusst und unmittelbar zu leben und im Lebensfluss spontan und individuell zu handeln.

JUNGFRAU 23. August - 22. September

„Die Vernunft ist dem Menschen gegeben, damit er sich von dem befreie, was ihn beunruhigt.“

Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Jungfrau

 

Nach den Erfahrungen mit der reichen und emotionalen, bisweilen überschäumenden Erlebniswelt des Löwen, folgt nun in der Jungfrau die kritische Analyse des Geschehens.

Wo vorher Begeisterung war, kommt jetzt Vernunft ins Spiel. Die genaue Beobachtung der Umwelt und ihrer Bedingungen wird als Mittel zur Orientierung und für das eigene Sicherheitsgefühl eingesetzt. Mittels einer realistischenGrundhaltung wird systematisch nach nutzbaren Gelegenheiten im Leben gesucht. Unvorhergesehenes oderÜberraschungen sind unbeliebt.

Klug, umsichtig und vorausschauend lebend, wird alles Unberechenbare gemieden. Durch das schrittweise und sorgfältige Erforschen der jeweiligen Umstände werden feinste Unterschiede erfasst. Was erkannt wurde, wird zusammengefügt und bei der vorhandenen Vorliebe für Empirie und Statistik, ausgewertet.

Die Sachbezogenheit steht bei der Jungfrau, im Unterschied zum Löwen, vor der Selbstbezogenheit. Vernunft (im Sinne von Vernehmen) als Ergebnis der Wahrnehmung ist der Kern des Jungfrau-Prinzips.

In künstlerischen Berufen zeigt sich die Vorliebe für Klarheit und Anschaulichkeit, für Technik und deren methodischerAnwendung.

Bei Schriftstellern liegt die Stärke in der Artikulation und akribischen Beschreibung von Lebensumständen und deren möglichen Bedrohungen. Diese Neigung für die Genauigkeit von Abläufen legt Regiearbeit nahe. Ähnliches gilt auch für den tänzerischen Bereich, mit der Betonung der Präzision von Bewegungsabläufen. Ästhetik ist im Jungfrau-Prinzip wichtig, aber meistens an einen Zweck gebunden. Nur schön zu sein reicht nicht, weder für den Menschen noch für dasObjekt. Schönheit, Funktion und Form gehen Hand in Hand.

Was wir im Jungfrau-Prinzip lernen können, ist Bescheidenheit und Selbstbeschränkung.

Es ist die gute Anpassungsfähigkeit, die es Jungfrau betonten Menschen ermöglicht, in einer immer wieder bedrohlich erscheinenden Wirklichkeit zurechtzukommen. Emotionen stehen dabei hinter dem überlegten Handeln zurück.

WAAGE 23. September - 22. Oktober

„Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern.“ Friedrich Nietzsche, Waage

 

Im Waage Prinzip wird die ökonomische Grundhaltung des Jungfrau-Zeichens zugunsten von Schönheit, Harmonie und Stil verlassen. Die Motivation richtet sich auf die Verfeinerung der Realität und der Lebensart. Der Drang, Unstimmiges auszugleichen, zeigt sich auch in Begegnungen und Beziehungen. Eine hohe Anpassungsfähigkeit erlaubt es Waage-betonten Menschen, die persönliche Überzeugung zurückzustellen, um vermittelnd und diplomatisch zu agieren. Eine Gefahr dieses Verhaltens besteht jedoch in dem Reflex, immer und überall kompromissbereit zu sein, um ausgleichend und dabei unemotional reagieren zu können. Entscheidungen für sich selbst zu treffen und eigene Schwierigkeiten zulösen, gehören zu den ungeliebten Lernaufgaben in diesem Prinzip. Die Qual des Waage-Menschen kommt immer aus dem, Entweder-oder. Das Sicherheitsgefühl hingegen wächst auf dem Sowohl -als auch.

In allen künstlerischen Bereichen ist die Gestaltungskraft, die Stilsicherheit und die Vorliebe für das Ebenmaß erkennbar. Die Ausprägung des Farb- und Formgefühls zeigt sich in der Malerei, auch im Bühnenbild, wobei auf persönlichenAusdruck verzichtet wird, wenn es um den Ausdruck der Form geht. In der darstellenden Kunst lässt sich die Harmonie der Bewegungen beobachten. Die Neigung zur Selbstdarstellung zeigt sich sowohl im Tanz als auch in der Lust zum Schauspiel. Das Ensemble wird der solistischen Darstellung vorgezogen. Als Strategen für Bewegungsabläufe sind, beientsprechender Begabung, die Choreografie und die Regiearbeit geeignet. Auf alle Künste trifft zu, dass eine stark gefühlsbetonte Komponente vermieden wird.

Wenn es um den Ausgleich von Gegensätzen geht, um Versöhnung und um das Miteinander sind Waage-Menschen in Hochform. Dieses Prinzip steht für die Nachgiebigkeit, die sanfte Handlung, die zum Gelingen des Lebens beiträgt.

SKORPION 23. Oktober - 21. November

„In den meisten Fällen ist die Todesursache eines Menschen sein Leben.“

Voltaire, Skorpion

 

Es muss schon ein hohes Ziel oder ein tiefes Problem sein, um den skorpionischen Leistungsehrgeiz zufriedenzustellen. Immer gibt es eine Idee, eine Vorstellung, die verfolgt wird. Zweifel und Konflikte, nicht Harmonie und Heiterkeit, sind die Auslöser für die Kraft der Vorstellungs- und Planungsinhalte. Abweichungen von einer Idee gibt es nur im Denken, nicht in lebendiger Emotion durch Empfindung und Erfahrung. Entsprechend sind Spontaneität und Improvisation keine Stärken in diesem Prinzip.

Im künstlerischen Bereich stehen inhaltliche Bewusstmachung und Bedeutung im Vordergrund.

Der ausgeprägte Perfektionismus verlangt, dass das Werk der eigenen Kritik genügt. Das Ebenmaß, wie es noch im Zeichen Waage geschätzt wird, interessiert hier nicht. Der künstlerische Ausdruck wächst gerade durch die Störung der Harmonie zum Beispiel durch Übertreibung und durch Absurdität. Das Charakteristische tritt dadurch in den Vordergrund. Subjektivität ist etwas, das überwunden werden muss. Um die Emotionen in Schach zu halten, wird zuweilen Ironie als Mittel eingesetzt.

Deutlich ist die Beherrschung, Konsequenz und Disziplin skorpionisch gefärbter Künstler, denn es geht um nichts weniger als um Alles oder nichts. Vielfach liegt eine Eignung für Konzeptentwürfe und deren Umsetzung vor. Die Bewusstheit und die Klarheit des Aufbaus, Dramaturgie und Regie, sei es im Leben oder im Theater, sind skorpionische Stärken.

Die Vorstellung von Leben, 'das „Prinzip Leben' wird erfasst, dessen Struktur und Form durchdrungen, um die Gesetzmäßigkeiten zu erkennen. So entsteht Sicherheit durch das Wissen um die Licht- und Schattenseiten unsererExistenz.

An Menschen mit dieser Betonung können wir den Mut begreifen, der notwendig ist, um auch unbequeme Wahrheiten zuertragen und Opfer zu bringen. Wir können aber auch die Stärke sehen, mit der Verluste und Niederlagen überwunden werden. Die seelische Weiterentwicklung und Reife ist das Geschenk auf diesen Weg.

SCHÜTZE 22. November - 20. Dezember

„Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.“ Mark Twain, Schütze

 

Der ausgeprägte Bewegungsdrang bedarf eines Ziels, sodass zunächst einmal jedes Motiv willkommen ist. Gibt es keinen Anlass oder Beweggrund, kein nächstes Ziel, an dem sich der vorhandene Enthusiasmus entzünden kann, ist die Bewegung richtungslos.

'Und sie (er) bewegt sich doch' – diese Tendenz kann dann zu einem sinnentleerten Aktivitätsprogramm führen, nur um überhaupt in die Bewegung zu kommen. In diesem Fall allerdings mit den Aktions-entsprechenden Nebenwirkungen.

Bei unerträglichem inneren oder äußeren Bewegungsnotstand fließen die Gedanken, in der Erwartung zukünftiger Möglichkeiten, in Fantasie und Vision. Was schützebetonte Menschen bewegt, ist das Verstehen- und Begreifen wollen, wie und wofür andere Menschen leben, um daraus ein Verständnis zu erwirken, das auch für das eigene Leben gilt.

Im künstlerischen Werk geht es um das Verarbeiten der gesammelten Eindrücke, die aus der Vielfalt des Lebens gewonnen wurden und um die Einsichten, die daraus entstanden sind. Die Suche nach dem, was alle Menschen verbindet, ist schützehaft. Das, was mit großer Begeisterung und Freude erforscht wurde, wird dann auch gern als Botschaft verkündet. Naheliegend sind daher die Bühne oder die Werbeagentur, als 'Kanzel'. Zudem lässt der Drang nach Motivsuche, kombiniert mit einer Gabe zu sinnhafter und schneller Wahrnehmung, auf eine Befähigung im fotografischenSinn schließen. Vorteilhaft ist hier auch die Vorliebe für 'Montage'.

Freiheit und uneingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten sind die wesentlichen Faktoren für das schützehafte Sicherheitsgefühl.

Die unmittelbarste Ausdrucksform, für die vorhandene Bewegungsfreude, Vitalität, Dynamik und Expression desSchützehaften, ist der Tanz.

STEINBOCK 21. Dezember - 19. Januar

„Liebst du das Leben? Dann vergeude keine Zeit, denn daraus besteht das Leben.“

Benjamin Franklin, Steinbock

 

Ein großer Schaffensdrang, Planungskompetenz und Effektivität, kombiniert mit der Fähigkeit zu Konzentration, Gründlichkeit, Kontinuität und Disziplin entspricht dem Steinbock-Prinzip. Da alles Überflüssige und Dekorative weggelassen wird, sind Klarheit, Ordnung und zuverlässige Zeiteinteilung selbstverständlich. Auch längere Strecken werden auf diese Weise durchgehalten. Impulse, die ablenken könnten, entstehen kaum und störende Stimmungen werden nicht zugelassen. Was zuweilen, bei völliger Nichtbeachtung der Emotionen, zu einem kühlen Gefühlsausdruck und depressiven Verstimmungen führen kann.

Im künstlerischen Werk geht es um die Formvollendung des Wesentlichen. Alles, was beständig, von Dauer ist – der Extrakt, das Kernstück interessiert. Gesucht werden „Konzepte der Ordnung“ (Wolfgang Döbereiner).

Es geht um das Übergeordnete, Maßstäbliche und um das für alle Verbindende in der Gesellschaft, deren Regeln eingehalten werden.

Das Sprachzentrum ist diesem Prinzip zugeordnet. Im darstellenden Bereich gibt es durchaus auch Komiker mit dieser Betonung. Sarkasmus und Spott werden als Mittel, gegen Melancholie und allzu viel 'Bedeutendem' im eigenen Leben, eingesetzt. Im Tanz ist die Entsprechung das klassische Ballett. In der bildenden Kunst schafft die formgebende Kraft des Steinbock-Prinzips Klarheit.

Grundsätzlich kann die Gabe, eine bestimmende Form sichtbar zu machen, zu einer Allgemeingültigkeit führen, die Maßstäbe setzt.

 

 

WASSERMANN 20. Januar – 18. Februar

„Kein Mensch muß müssen.“ Gotthold E. Lessing, Wassermann

 

Geistige Freiheit und emotionale Unabhängigkeit bilden die Basis des Wassermann-Prinzips. An erster Stelle steht der Mensch als Individuum. Zwänge werden nicht hingenommen und vor allen Dingen, nicht ertragen. Wirkt eine Situationen beengend, ist der innere und äußere Bewegungsspielraum eingeschränkt, wächst die Beunruhigung und es kann zu plötzlichen, überraschenden Ausbrüchen kommen. Was reizt, ist das Neue, das Bunte, das Fremde und Unkonventionelle. Wo der Steinbock noch auf der Suche nach Allgemeingültigkeit und Maßstäblichkeit war, sind jetzt wieder alle Möglichkeiten offen. Der Wassermann ist nicht vernünftig, sondern verspielt und originell. Er ist ein Individualist und im besten Fall, Vorkämpfer neuer Ideen. Ihn reizt es, das zu tun, was kaum jemand erwartet.

Abwechslung ist notwendig. Ausdauerarbeiten passen nicht ins Konzept. Absichtslosigkeit und Neugierde geben den Raum für vielfältige Begabungen im künstlerischen Bereich. Die visuelle Anlage kann sich, sowohl im Zeichnerischen (Werbegrafik), als auch bei Fotografie, Fernsehen und Film zeigen (Regie, Beleuchtung, Schnitt). Markant ist die Vorliebefür modernste Technik. Erfindungen entstehen durch überraschende Einfälle und die Fähigkeit, hervorragend schlussfolgern zu können.

Im darstellenden Bereich fällt, neben der sauberen Technik, die Virtuosität auf. Tänzer werden sich eher in zeitgenössischen Stilen, weniger im klassischen Ballett ausdrücken. Auch das Schillernde und Bunte des Varieté übt eine Anziehung aus.

Im Wassermann-Prinzip suchen wir nach einer Idee, einer Vision, die zu einem Ideal der geistigen Freiheit und Toleranzführen kann, weit weg von Gefühlen der Abhängigkeit und Unvollkommenheit. Der Wassermann öffnet die Grenzen der Konvention durch Fortschritt.

FISCHE 19. Februar – 20. März

„Lass die Welt ihren Gang tun, wenn er nicht aufgehalten werden kann, wir gehn den unsern.“

Friedrich Hölderlin, Fische

 

Im letzten Tierkreiszeichen Fische geht es um die Illusion dessen, was dem Menschen vermeintlich Sicherheit bietet. Weder die materiellen Besitztümer noch die sozialen Bindungen können verhindern, dass der Mensch als Individuum letztlich allein ist. So kommt es im Fische-Prinzip dazu, dass die Ichlosigkeit gewissermaßen zum erstrebenswerten Zustand wird – vorausgesetzt, eine Individuation ist vorher entstanden.

Auf diese Weise lässt sich die Erkenntnis des Trennenden, der isolierenden Einsamkeit, leichter ertragen. Die Zuversicht liegt im Vertrauen auf das Sinnhafte des Seins, auf die Kraft, die hinter allem Vordergründigen wirkt. Folgerichtig wird der Anpassung an die Realität keine Bedeutung mehr zugemessen. Vernunft ist lästig. Realität wird vernachlässigt. Dadurch entsteht ein immenser persönlicher Freiraum.

Die Hintergründe von äußeren Begrenzungen, Regeln und falschen Lebensbedingungen werden durch-leuchtet. Dabei können bislang unbekannte Ressourcen erschlossen werden. Für die dazu notwendige Sensibilität und Durchlässigkeit ist es wichtig, einen Rückzugs- und Verarbeitungsort zu installieren, um die fließenden Grenzen immer wieder zu stabilisieren.

Im künstlerischen Bereich besteht eher eine Vielfältigkeit an Begabungen. In der Umsetzung sind dabei Strukturierung und Methodik mögliche Schwierigkeiten. Kunstschaffende können, bei entwickelter Durchlässigkeit und der hellsehenden Gabe diese Prinzips, den Bildern und Archetypen aus dem „kollektiven Unbewussten“ (C.G. Jung), Gestalt geben. Für die Fantasie und visionäre Traumwelt findet sich im Film eine Projektionsfläche.

Der reinste Ausdruck des Fische-Prinzips ist die Musik.

Waage bis Schütze
Steinbock bis Fische
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